Architektur - Wettbewerbe
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Landsgemeindeplatz, Oberdorf

Seit über 200 Jahren ist der Landsgemeindeplatz ein Ort des öffentlichen Lebens. Gemeinsam mit anderen kantonal bedeutenden Kulturobjekten bildet der Platz eine Achse, welcher es leider an gemeinsamem Halt fehlt. Die Vision einer verbindenden Dorfmeile schliesst diese Lücke, indem sie unter anderem den Raum - der aktuell als Parkplatz genutzten Fläche - mit einem neuen Gebäude besetzt. Das neue Gebäude bildet dabei nicht nur ein Bindeglied zwischen den Kulturgütern und dem Landsgemeindeplatz,…
Seit über 200 Jahren ist der Landsgemeindeplatz ein Ort des öffentlichen Lebens. Gemeinsam mit anderen kantonal bedeutenden Kulturobjekten bildet der Platz eine Achse, welcher es leider an gemeinsamem Halt fehlt. Die Vision einer verbindenden Dorfmeile schliesst diese Lücke, indem sie unter anderem den Raum - der aktuell als Parkplatz genutzten Fläche - mit einem neuen Gebäude besetzt. Das neue Gebäude bildet dabei nicht nur ein Bindeglied zwischen den Kulturgütern und dem Landsgemeindeplatz, sondern verknüpft auch die übrige Bebauung.

Alle Eingänge für die Wohnnutzung, Gewerbe und die Gemeindeverwaltung sind an der Wilmatt angeordnet. Die Laubengangerschliessung orientiert sich zur Kantonsstrasse. Die privaten Aussenräume orientieren sich nach Westen und zur Wilmatt und tragen ebenso wie die im Erdgeschoss angeordnete Markthalle zusätzlich zur Belebung bei. Die Gebäudestruktur basiert auf einem gleichmässigen Raster mit einem für Holzbau idealen Achsmass von 3.85m. Dies ermöglicht eine sehr klare und vor allem flexible Grundrissaufteilung in allen Geschossen.

Die Gemeindeverwaltung ist im südlichen Teil des Gebäudes angeordnet und nimmt Bezug zum Landsgemeindeplatz auf. Die Retailfläche erstreckt sich über die gesamte Tiefe des Gebäudes. Die Betonstruktur des Erdgeschosses ermöglicht ein grösseres Achsmass, wodurch ein hohes Mass an Flexibilität erreicht wird. Die Büroflächen spannen sich im 1. Obergeschoss zwischen die beiden Treppenhäuser auf und sind so gut angebunden. Das flexible Stützenraster und zentrale - von den Treppenhäusern - erschlossene WC-Anlagen lassen vielfältige Aufteilungen zu. Alle Wohnungen sind im 2./ 3. Obergeschoss und Attikageschoss über einen Laubengang erschlossen. Die zum Laubengang ausgerichteten Fenster sind zurückversetzt. Vorgelagerte Pflanztröge erlauben individuelle Bepflanzung und unterstützen so zum einen zusätzlich die Privatsphäre, zum anderen wird der Laubengang lebendig aufgewertet.

Das neue Gebäude nimmt traditionelle Elemente, Materialien und Farbtöne aus der Umgebung auf, ohne sich anzubiedern. Wir haben aus diesen Elementen ein eigenständiges Gebäude mit eigener Identität entwickelt, welches dennoch an der Wilmatt verortet ist.
Das Fassadenbild ist sehr differenziert ausgearbeitet. Tragende Holzelemente sind in Grautönen gehalten. Flächige Verschalungen in Grün bilden einen schönen Kontrast dazu. Rote Fenster- und Türelemente setzen farbliche Akzente.

Unser Gebäude schafft den Spagat zwischen ausdrucksstarkem Bau mit eigener Identität, der durch die Anlehnung an bestehende und bekannte Elemente an der Wilmatt verortet ist. Dadurch wird das Dorfzentrum besonders gestärkt. Gleichzeit trägt die flexible und effiziente Struktur des Gebäudes zur Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit bei und macht unseren Projektvorschlag besonders markt- und zukunftsfähig.
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Zahlen & Fakten

Bauherrschaft Gemeinde Oberdorf
Verfahren Wettbewerb
Daten 2021
Nutzung Wohn- und Geschäftshaus
Situation

Situation

Grundriss EG

Grundriss EG

Grundriss 2.OG & 3.OG

Grundriss 2.OG & 3.OG

Grundriss 2 Zi-Wohnung

Grundriss 2 Zi-Wohnung

Fassade West

Fassade West

Fassade Süd  |  Schnitt quer

Fassade Süd  |  Schnitt quer

Nutzungsverteilung